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Tetris |
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HACKERTALES als FREE DOWNLOAD
Das Kultbuch HACKERTALES wird in der 3. Auflage als freies Download auf no-copy.org zur Verfügung gestellt. >> HACKERTALES downloaden |
Tetris (...)

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Ich habe nur wenige Stunden geschlafen. Die Musik läuft noch. Mittlerweile sind wir bei Diana Ross angekommen. Es geht mir deutlich
schlechter als zuvor. Ich hätte wach bleiben sollen. Es scheint, als hätte mir der Schlaf die letzten Energiereserven geraubt. Vielleicht bin ich auch einer von den Leuten, die im Schlaf den
Atem anhalten und sich dadurch fühlen, als hätte man sie gerädert. Ich nehme noch drei Kopfschmerztabletten und lege mich wieder aufs Sofa. Obwohl ich genug am Computer zu tun hätte und mich das sonst immer ablenkt, ist mir im
Moment überhaupt nicht danach. Das ändert sich zwangsläufig, als Reno vorbeikommt, der erst seit drei Monaten wieder auf freiem Fuß ist. Er fragt mich, ob ich unter einen Laster gekommen sei. Ich sage, dass
alles in Ordnung ist. Die Antwort reicht ihm. Reno ist Möbelpacker und hat Arme wie ein Ochse. Wann immer ich in der Vergangenheit mit jemandem ein Problem hatte, war er
meine erste Anlaufstelle. Weil ich verantwortlich dafür war, dass er in den Bau musste, war ich ihm eindeutig etwas schuldig. Ich habe ihn mit in das CD-Geschäft einsteigen
lassen, obwohl er bis heute nicht die leiseste Ahnung hat, worin er sein Geld eigentlich investiert hat. Hauptsache wir sind quitt. Reno setzt sich auf den Sessel vor mir und zündet sich eine Zigarette an. Er wirkt angespannt.
»Ich habe mit Holger telefoniert.« Ich zucke mit den Schultern, gehe kurz zu meinem Rechner, um Dianas seichtes Gedudel in etwas Schwungvolleres zu verwandeln, und setze mich dann wieder.
»Denkst du nicht, dass das alles langsam zu gefährlich wird?« ja, das denke ich. Es wird sehr gefährlich. Die Bullen werden uns wahrscheinlich schnappen. Trotzdem wird mich
nichts in der Welt davon abhalten, das Ding durchzuziehen. Reno weiß, dass er keine Ahnung hat. Meine Meinung war ihm aus diesem Grund immer wichtig. Es ist ein Leichtes, ihm die Angst zu nehmen.
»Wir müssen eben etwas vorsichtiger sein als sonst, mehr nicht«, antworte ich und nehme mir eine filterlose Zigarette aus seiner Schachtel. Eigentlich habe ich überhaupt keine Lust
zu rauchen, doch damit werde ich meine gespielte Gelassenheit unterstreichen. Reno beobachtet mich. Er hat schon länger nicht an seiner Zigarette gezogen. Die Asche kann
sich der Schwerkraft nicht entziehen und segelt in Zeitlupe auf seine Hose hinab. Das Feuerzeug in meiner Hand zittert. Ich weiß nicht, ob es meine Hände oder Augen
sind, die gerade schlapp machen. Ich kann die Entfernung zwischen Flamme und Zigarette nur schwer abschätzen. Das leise Knistern des Tabaks verrät mir, dass die Zigarette
brennt. Ich inhaliere den Rauch und spüre davon rein gar nichts in meiner Lunge. »Glaub mir, Reno, es wird nichts passieren«, lüge ich und puste dabei eine große Qualmwolke aus
mir heraus. Reno schaut mich regungslos an. Er wartet auf einen Blick von mir, der meinen Satz noch bekräftigt. Ich gebe ihm, was er will. Ein selbstsicheres Augenzwinkern wird ihm sicherlich reichen.
»Dann ist ja alles klar.« Reno nickt, steht auf und klopft sich die Asche von seiner Hose. »Ja«, sage ich leise. »Alles ist klar.« Ich weiß, dass ich ihm damit unrecht tue. Er hat es am wenigsten verdient.
Marie und ich redeten über Probleme, wie andere Pärchen es auch tun. Ich sagte ihr, dass die Fuhre am Mittwoch bei Holger im Laden ankommen würde und ich danach mehr Zeit für sie hätte. Ich war kurz nach vier aus der Wohnung gegangen,
um mit Holger und Forti noch einige Dinge zu klären. Ich versprach Marie, am frühen Abend wieder bei ihr zu sein. Sie wollte für mich kochen. Forti, seine Schwester Ella und ich gingen zusammen ins Pit Stop. Wir betranken uns
hemmungslos. Ella versuchte ständig ihren Körper an meinen zu schmiegen. Forti tat so, als fände er das witzig. In Wirklichkeit machte es ihn rasend, was mich wiederum dazu animierte, Ellas Attacken zu erwidern. Ich kam erst um vier Uhr
nachts nach Hause und setzte mich direkt wieder an meinen Rechner. Marie war wütend. Sie riss den Monitor vom Tisch. Zwischen den Sofakissen finde ich meinen MP3-Schlüsselanhänger, den ich irgendwann
achtlos auf das Sofa geschmissen habe. Ich knipse ihn an meine Gürtelschnalle, packe den Kopfhörer in meinen Rucksack und stelle ihn neben das Sofa. Dann greife ich zum Telefon
und rufe Fortmeier an. Ella geht an den Apparat, auch gut. Ich sage ihr, dass sie Forti ausrichten soll, er habe morgen um sieben bei Holger im Laden zu erscheinen. Ich kenne
Forti. Wenn man ihm keine Chance lässt sich zu beschweren, willigt er immer ein. »Was vor heute Abend, Ella?«, frage ich plötzlich keck. Nach einigen kurzen Atemlauten kommt ein vorsichtiges und fragendes »Nein« durch den
Hörer. Ella ist über meine Offensive erstaunt. Um noch einmal zu unterstreichen, worauf ich hinaus will, frage ich, ob sie nicht Lust hätte, heute Nacht bei mir vorbeizukommen.
Ich setze mich an den Rechner, schiebe den Monitor nach hinten, so dass das Kabel in der halb herausgebrochenen Buchse durch die Wand arretiert wird. Ein Doppelklick auf das
Spieleverzeichnis bringt das Tetris-Symbol zum Vorschein. Ich starte das Spiel. Nach dem Titelbild erscheint die Highscore-Liste. An erster Stelle blinken die drei Buchstaben
»MAR«. Ich klicke auf den viereckigen Kasten mit der »Start Game«-Aufschrift und versuche mich auf das Spiel zu konzentrieren. Anfangs ist es noch leicht, und ich kämpfe
mich Level um Level höher. Die Balken und Blöcke zischen immer schneller hinab und bilden immer schwierigere Barrieren und Probleme, die nicht mehr durch pure Logik zu
lösen sind. Links oder rechts? Die Welt um mich herum verschwimmt, bis sie nicht mehr vorhanden ist. Meine ganze Konzentration ist auf die T- und L-förmigen Klötze gerichtet.
In meinem Zustand kann ich keine sinnvollen Entscheidungen mehr treffen. Mein Herz rast. Es liegt schon Jahre zurück, dass mich ein Computerspiel derart ins Schwitzen gebracht
hat. jede falsche Anordnung der farbigen Klötze wird auf der Stelle bestraft. Die Gelenke in meinen Fingern beginnen allmählich zu schmerzen, und meine Bewegungen werden
hölzern. Dann löst sich meine Hand vorsichtig von der Tastatur. Ich erlaube, was früher oder später auch gegen meinen Willen passiert wäre. Die Bausteine stapeln sich Linie für
Linie übereinander, bis sie den Bildschirm völlig verbaut haben und die Worte »Game Over« erscheinen. Es gibt keinen anderen Ausweg, und doch bleibt es meine Entscheidung, dieses Spiel zu verlieren. (...) >> NEU: Lesen Sie die komplette Geschichte |
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Jan Krömer / Evrim Sen NO COPY Die Welt der digitalen Raubkopie ISBN 3-608500-82-0 EUR 15,80
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Jan Krömer / Evrim Sen NO COPY DER FILM
Die Geschichte der digitalen Raubkopie gibt es nun auch in Form eines spannenden Kurzfilms, mit Denis Moschitto als Sprecher
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Denis Moschitto / Evrim Sen HACKERLAND Das Logbuch der Szene ISBN: 3-608500-29-4 EUR 12,80
www.hackerland.de |
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Evrim Sen / Jan Krömer NO COPY
Die Welt der digitalen Raubkopie |
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NO COPY - Der Film |

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Die Geschichte der digitalen Raubkopie gibt es nun auch in Form eines spannenden Kurzfilms, mit Denis Moschitto als
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