Erzählungen aus der Grauzone des Cybercrimes
FRANKFURT. Vor einem Jahr veröffentlichten Denis Moschitto und Evrim Sen mit "Hackerland" eine leicht verständliche Einführung in die illegalen Bereiche der Computernutzung (...)
Nun haben die Autoren ihr zweites Buch "Hackertales" vorgelegt. Inhalt sind acht Kurzgeschichten aus dem Hackeralltag, bei denen die Handlungsmotive, nicht die Techniken im Vordergrund stehen. Einige Beiträge sind
unterhaltsam geschrieben und zugleich lehrreich, etwa die Episode über den Beginn von Blue Boxing: Mit Hilfe eines Gerätes, das die gleichen Frequenzen erzeugt wie die Vermittlungsstelle, konnte kostenfrei telefoniert werden. Eine andere
Erzählung beschreibt die Erfahrungen eines selbsternannten "Ermittlers", der Dutzende von Mailboxen mit illegalen Inhalten an einen Anwalt verraten hat. Ebenso sind die Motive des Hackers, der Websites großer Unternehmen
"abgeschossen" hat, lesenswert. (...)
Was Tatsache und was Fiktion ist, bleibt freilich verborgen. Ebenso bleibt unklar, inwieweit die Darstellungen akurat sind und den technischen Gegebenheiten entsprechen. Einerseits
steckt hinter einigen Erzählungen ein spürbarer Recherche-Aufwand; andererseits enhält das Buch einige ärgerliche Fehler. Da wird der Name von Apple-Gründer Jobs falsch geschrieben, da werden Begriffe im Glossar fehlerhaft erklärt.Auf
der Website www.hackertales.de ist eine Erzählung zu finden, die nicht im Buch steht, aber einen Eindruck davon gibt, was man erwarten kann. Die 216 Seiten starke Lektüre ist im Tropen-Verlag erschienen und kostet 24,80 Mark.
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