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Teil 3:

Also gut. Ich löschte alle Daten und Quellcodes auf meinem Computer zu Hause, was ungefähr zwei Minuten meiner Zeit in Anspruch nahm. Dann machte ich ein Backup aller wichtigen Dateien und formatierte die Festplatte neu. Doch damit war es nicht getan. Auf der Festplatte meines Arbeitsrechners sowie auf dem Servercomputer lagen ebenfalls Beweisstücke. Ich musste so schnell es ging an die Rechner meiner Ausbildungsstelle. Nur, wie sollte ich das anstellen? Sollte ich lächelnd in den Laden spazieren und etwas sagen wie: »Hallo, Herr Werner. Die Berufsschule ist heute ausgefallen und ich dachte mir ... Hey, ich lösche noch einige Beweisstücke von der Festplatte!«
Das war ein Problem. Ich konnte die Festplatte auf meiner Arbeitsstelle nicht einfach so formatieren, von dem Server ganz zu schweigen. Es waren noch andere Daten auf den Rechnern, die man in der Firma brauchte. Dazu kam, dass es nicht ausreichen würde, die Daten zu löschen. Wenn man auf einer Festplatte Daten löscht, werden sie nicht wirklich entfernt. Der für das gelöschte Programm reservierte Speicherplatz wird zwar zur Weiterverwendung freigegeben, das gelöschte Programm bleibt aber noch eine Weile als eine Art Schatten auf dem Datenträger. Man kann sich das vorstellen wie einen Karton, in dem eine Menge Gerümpel lagert. Dieser Karton wird von einem guten Bekannten verwaltet, der einem, immer wenn man es wünscht, eine Liste mit dem Inhalt des Kartons zukommen lässt. Wenn ich etwas aus dem Karton hinauswerfen möchte, gehe ich zum Kartonmanager und sage ihm: »Die Trillerpfeife soll raus aus dem Karton.« Der Kartonmanager sagt sich dann »Warum sollte ich die Trillerpfeife jetzt wegwerfen? Vielleicht wird sie ja noch gebraucht. Und überhaupt ist da ja noch genügend Platz im Karton. Ich werde einfach erzählen, ich hätte die Trillerpfeife aus dem Karton geworfen, und schmeiße sie erst weg, wenn der Platz benötigt wird, den sie einnimmt.« Wenn man nun den Kartonmanager um die Inhaltsliste des Kartons bittet, wird die Trillerpfeife nicht mehr vermerkt sein, obwohl sie in Wirklichkeit noch im Karton ist. Nun, es ist unschwer zu erkennen, dass der Karton die Festplatte simuliert und die Trillerpfeife eine Datei, also meinen Virus. Wenn ich den Virus löschen würde, könnte er mit bestimmten Hilfsprogrammen leicht wieder ins Reich der lebenden Bits und Bytes zurückgeholt werden. Ich musste die Daten also mit einem Programm beseitigen, das eine Reinkarnation unmöglich machte. Das würde einige Zeit in Anspruch nehmen.
Wäre ich sofort losgefahren, wäre ich erst nach der Mittagspause im Laden eingetroffen, also dann, wenn bereits wieder Betrieb herrschte. Außerdem nutzte Herr Werner die Tage, an denen ich nicht da war, um selbst am Rechner herumzufummeln und einige Programme auszuprobieren. Ich konnte ihn dann unmöglich vom Computer wegzerren und vorgeben, dass es für mich lebenswichtig sei, heute noch an dem Apothekenprogramm zu arbeiten. Wenn ich bis Montag wartete, konnte es schon zu spät sein. Ich zermarterte mir das Gehirn und sah letztendlich nur eine Möglichkeit. Ich musste zu später Stunde, wenn alle schon gegangen waren, in den Laden spazieren und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion alle Beweise vernichten, die mich belasten konnten. Glücklicherweise war ich im Besitz des Schlüssels, was mir das Gefühl gab, ein nicht ganz so kriminelles Vorhaben in die Tat umsetzen zu wollen.
Als es langsam dunkel wurde, stellte ich mich innerlich auf meinen Plan ein. Um kurz vor zwölf war es dann so weit. In der Hoffnung, dass Herr Werner keine Überstunden machte, stieg ich in die Straßenbahn und fuhr zum Laden. Noch hätte ich umkehren können, doch mein Entschluss stand fest. Ich hatte mir eine hellblaue Hose angezogen, dazu Lackschuhe und ein recht hässliches grünes Hemd. Zwar war das nichtgerade der übliche Einbruchsdress, doch wollte ich vermeiden, dass ich durch meine Kleidung irgendwie auffiel.
Schon von weitem konnte ich die leuchtenden Buchstaben über dem Schaufenster erkennen. Ich vergewisserte mich, dass mich wirklich niemand beobachtete, und schloss die Tür auf. Noch ein Blick nach links, dann nach rechts - nirgendwo brannte Licht. Jetzt erst wagte ich einen Schritt hinein und zog die Tür hinter mir zu. Nachdem ich mich an die Dunkelheit und die Ruhe gewöhnt hatte, marschierte ich geradewegs in das Büro, in dem der Computer stand.
Obwohl sich das Bürofenster an einer ziemlich unbelebten Stelle der kleinen Straße befand und mich sicherlich niemand von draußen beobachtete, kostete es große Überwindung, das Licht einzuschalten. Das Klicken und Piepsen des hochfahrenden Computers durchzuckte mich wie die Stiche von hunderten kleinen Stecknadeln. Der Computer brauchte eine Ewigkeit, um betriebsbereit zu werden. Ich fragte mich, ob Herr Fröhlich an eine solche Aktion gedacht hatte, als er mir empfahl, alle Beweise zu vernichten. Der Gedanke, dass jeden Moment Herr Werner aus dem Dunkeln treten könnte, um mich zu fragen, was ich hier triebe, ging mir durch den Kopf. Was hätte ich ihm erzählen können? Keine Ausrede hätte meinen heimlichen Einbruch rechtfertigen können. Als der Rechner endlich aufhörte, Geräusche von sich zu geben und nur noch auf meine Befehle wartete, wusste ich nicht so recht, wo ich anfangen sollte.
Zuerst installierte ich das Löschprogramm. Dann entfernte ich den Virus und alles, was man mit ihm in Verbindung hätte bringen können. Danach bearbeitete ich die Festplatte so, dass wirklich alles unwiederbringlich gelöscht wurde. Ich stand auf und ging durch das Büro von Frau Werner hindurch in den Serverraum, um auch die Transferprotokolle zu vernichten. Dieser Computer wurde niemals ausgeschaltet, also konnte ich mich gleich an die Arbeit machen. Ich bearbeitete das Gerät genauso, wie ich es zuvor mit meinem Arbeitsrechner getan hatte. Obwohl ich hier mehr hätte falsch machen können, blieb ich verhältnismäßig ruhig. Mit jedem Handgriff schien sich eine Art Routine einzustellen. Als auch das letzte Beweisstück ins digitale Jenseits befördert worden war, atmete ich auf und lehnte mich kurz zurück.
An die Ruhe hatte ich mich mittlerweile gewöhnt, und mir war nun wesentlich wohler. Ich deinstallierte gerade das Programm mit der Löschfunktion, als ein lautes Krachen am Eingang dafür sorgte, dass mir mein Herz bis in die Socken rutschte.
Noch während der Deinstallation schaltete ich den Server reflexartig aus, griff zum Lichtschalter und stand im Dunkeln. Das Klopfen meines Herzschlags jagte wie ein Technobeat durch meinen Körper. Ich versuchte erfolglos meinen Atem unter Kontrolle zu bringen. Als sich nach einiger Zeit immer noch nichts rührte, kam mir der Gedanke, dass ich das Geräusch durch meine Anspannung völlig überschätzt hatte. Ich wandte mich wieder dem Server zu und ärgerte mich über meine Panikattacke.
Der Servercomputer war aus. Eine Löschaktion gewaltsam abzubrechen, finden die wenigsten Computersysteme lustig. Jetzt würde es eine halbe Stunde dauern, bis sich das System reorganisiert hatte. Ich drückte auf den Powerknopf.
Plötzlich wieder ein Geräusch. Ich fuhr herum. Diesmal war es eindeutig keine Einbildung gewesen. Ich hatte es gehört, und es war laut. Es hatte sich wie das Zersplittern einer Scheibe angehört. Verstohlen wagte ich einen Blick in Richtung Eingangstür. Ich konnte kaum etwas erkennen. Doch! Draußen bewegte sich jemand. Eine dunkle Gestalt, die erst jetzt in mein Blickfeld getreten war. Ein Mann, kräftig gebaut, schwarze Kleidung. Ein Horrorbild von einem Einbrecher! Ich arbeitete nun seit über acht Monaten in diesem Laden, und ausgerechnet jetzt musste hier eingebrochen werden. Ein Albtraum.
Der Mann hatte das Fenster mit Folie beklebt und mit einer schweren Eisenstange dagegen geschlagen, um zu vermeiden, dass die Scherben mit lautem Getöse zu Boden fallen. Er zog sorgfältig die Folie mit den Scherben ab und legte sie neben sich auf den Boden. Danach griff er durch das Loch hindurch an die Klinke und öffnete die Tür. Ich konnte mich nicht bewegen, mein Körper reagierte nicht mehr auf meine Anweisungen. Mit einem Satz war er im Laden. In völliger Dunkelheit machte er sich auf den Weg zur Kasse. Er musste schon einmal hier gewesen sein.
Wollte er Geld? Bestimmt! Wollte er auch Computer klauen? Vielleicht. Ob er wohl bewaffnet war? Möglich. Mir gingen hundert Gedanken auf einmal durch den Kopf. Zu dumm, dass es keine Alarmanlage gab. Aber vielleicht war das ja auch mein Glück. Man stelle sich vor, der Alarm wäre losgegangen. Was hätte ich gemacht? Die Polizei kommt, eine zerbrochene Fensterscheibe, der Einbrecher über alle Berge und ein Azubi mit einer Ausrede, die dümmer nicht hätte sein können. Sollte ich mich verstecken und warten, bis er verschwunden war? Wenn ja, wo? Hier in dieser Kammer gab es kein Versteck. Unter dem Tisch stand der Computertower mit Kabeln und Steckern, die ich im Dunkeln nicht sehen konnte. Angenommen, ich würde mich und meinen neuen Schwabbelbauch unter den Tisch bekommen, würde man den Krach bis nach draußen hören. Aber Moment! War ich nicht auch für den Laden verantwortlich und musste eingreifen? Wie ich Herrn Werner kannte, würde er mich als Dank für diese Heldentat in hohem Bogen rauswerfen. Und selbst wenn tief in mir eine so bescheuert selbstlose Ader ruhen sollte, wie hätte ich das überhaupt anstellen sollen? Sollte ich das Einbrechermonster mit dem Spock-Würgegriff stellen?
Ich musste mir eingestehen, dass ich keine sonderlich geistreichen Einfälle zutage brachte. Aber ich musste etwas unternehmen und mich aus diesem Schlamassel befreien. Kurzerhand griff ich zu einem Locher, der neben der Tastatur lag. Zwar war der Locher aus Metall und recht groß und massiv, aber als Waffe doch eher nicht zu gebrauchen.
Der Einbrecher hatte sich derweil ein paar Scheine aus der Kasse genommen und eingesteckt, dann kam er langsam in meine Richtung. Die Computer und Schreibmaschinen, an denen er vorbeiging, schienen ihn nicht zu interessieren. Zielstrebig kam er näher. Schon stand er in Frau Werners Büro, höchstens vier Meter von mir entfernt. Ich blickte mich noch einmal um. Der Computer reorganisierte fleißig vor sich hin. Mir wurde klar, dass der Einbrecher nicht nur wegen des Geldes oder der Schreibmaschinen hier sein konnte. Er wollte in den Serverraun. Jetzt konnte ich nicht anders, ich musste reagieren. Im Bruchteil einer Sekunde entschloss ich mich, den Einbrecher zu überraschen, ihn zur Seite zu schubsen und zu rennen, was das Zeug hält.

Den Metalllocher immer noch fest in meiner Linken, ging ich einen Schritt vorwärts. Mit weit aufgerissenem Mund und einem lauten Schrei rannte ich aus dem Serverraum in Frau Werners Büro. Der Einbrecher reagierte auf die kreischende Gestalt mit einem gewaltigen Sprung, als hätte er in die Steckdose gegriffen. Er ließ seine Eisenstange zu Boden fallen, hastete wie vom Affen gebissen zur Ladentür, riss sie auf und rannte hinaus auf die Straße. Die Ladentür knallte heftig und laut gegen den Stopper, und die durch den Einbruch lädierte Glasscheibe zerfiel endgültig in tausend Einzelstücke.
Sofort hörte ich Hunde bellen und wollte ebenfalls wegrennen, doch meine Knie schlackerten wie Wackelpudding. Also ging ich vorsichtig zum Ausgang und spähte auf die leere Straße, um zu sehen, wohin der Einbrecher geflohen war. Ich entschied mich für die entgegengesetzte Richtung.
Links an der Ecke hörte ich lautes Quietschen. Ein Polizeiwagen. Zwei Beamte sprangen heraus und rannten mit gezückten Laschenlampen auf den Laden zu. Sie konnten meinen Scharten erkennen, nicht aber mich. »Halt! Stehen bleiben!«, hallte es mir nach. Doch ich rannte wie wahnsinnig die endlos scheinende Straße herunter, ohne einen Gedanken ans Stehenbleiben zu verschwenden.
Die Beamten verfolgten mich gar nicht erst zu Fuß. Ich hatte einen zu großen Vorsprung. Sie rannten zurück zu ihrem Wagen und nahmen dann die Verfolgung auf. Auf dieser langen Straße würden sie mir sicher schon nach kurzer Zeit aus dem Autofenster entgegenlachen. Mein dicker Bauch wabbelte von der einen zur anderen Seite. Ich kam nur mäßig voran. Ein irrer Einbrecher rennt mit einem geklauten Locher die Straße hinunter. Es musste ein grotesker Anblick gewesen sein. Zu allem Überfluss knickte ich wegen meiner Lackschuhe mit dem Fuß um und landete mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden.

Irgendeine Stimme in mir sagte, dass ich aufstehen sollte. Mehr noch, sie befahl es. »Steh auf, du Fettsack und renn weiter!«, rief sie und ich sprang wieder auf. Ich spürte deutlich den Schmerz in meinem Fuß, als ich ihn aufsetzte. »Vielleicht doch besser nicht«, dachte ich und humpelte im Schneckentempo vorwärts. In meinen Händen hielt ich noch den Locher und versuchte ihn irgendwo in meinen Taschen zu verstauen. Mir kam gar nicht der Gedanke, das unnütze Ding einfach in den nächstbesten Busch zu schmeißen. Der Polizeiwagen hielt unmittelbar links von mir, zwei Beamte schauten hastig zu mir rüber. Ich blickte entsetzt zurück und blieb atemlos stehen.
Einer der Beamten musterte meine Kleidung, die ganz und gar nicht nach Einbrecher aussah, dann fiel sein Blick auf den Locher. »Sie haben angerufen?«, fragte er mich. Ich nickte und hielt den Locher in die Höhe.
»Keine Sorge, Mann!«, sagte er dann, mit dem Auge kniepend. »Wir kriegen den Burschen schon.« Mit quietschenden Reifen raste der Polizeiwagen davon. Ich stand wie ein Volltrottel auf der Straße, blickte noch einmal nach hinten, dann wieder in die Richtung, die der Polizeiwagen genommen hatte, und humpelte weiter.
Nach einer Weile durchstreiften mehrere Polizeiwagen die umliegenden Straßen. Beamte schauten sich um und fuhren dann weiter um den Block. Sie suchten den Einbrecher. Gedankenverloren humpelte ich weiter zur nächsten Kreuzung, niemand achtete auf mich. Ich schaffte es bis zur Bahnhaltestelle. Die Bahn kam unmittelbar nach meiner Ankunft. Das tat sie sonst nie.

Im Laufe der Woche wurde mir einiges klar, unter anderen auch, dass mein Schutzengel nicht von dieser Welt stammen konnte. Irgendjemand hatte den Einbrecher gesehen und die nahende Straftat bereits vor dem Einbruch gemeldet. Die Polizei suchte nicht nach einem humpelnden bierbäuchigen Idioten in Lackschuhen und einem Locher in der Hand. Vielleicht dachten sie sogar, dass der Locher ein Handy war, und sind so darauf gekommen, mich zu fragen, ob ich die Polizei verständigt hätte. Jedenfalls suchten sie nach einem kräftig gebauten, großen Einbrecher in schwarzer Kleidung. Sicher hätte die Polizei anhalten müssen, um mich wenigstens als Zeugen zu befragen. Aber ich glaube, sie sind einfach viel zu sicher gewesen, den Einbrecher auf dieser langen Straße fassen zu können.
Der Arzt diagnostizierte später einen leichten Bänderriss. Selbstverständlich sagte ich ihm und allen anderen, dass ich mir die Verletzung beim Sport zugezogen hätte. Der Einbruch war natürlich ein großes Thema bei uns in der Firma. Es fiel mir schwer, den wilden Spekulationen meines Chefs zuzuhören, ohne meinen Senf dazu zu geben, ohne zuviel von den Ereignissen jener Nacht preiszugeben.
Meine Mission war jedoch nicht ganz zu Ende. Es existierte noch ein Beweis, den ich fast vergessen hätte. Die gebrannte CD mir den Protokollen ruhte noch in der Schublade unter meinem Schreibtisch. Ich würde sie einfach in der Mitte durchbrechen und dann endlich Ruhe haben. Ich entschloss mich, dies ausnahmsweise während der regulären Arbeitszeit zu tun. Herrn Werner sagte ich, dass ich mich konzentrieren müsse und nicht gestört werden wollte. »Sicher ... sicher«, gab er nickend zurück.
Es war so etwas wie eine Ahnung, als ich die CD noch einmal in das Laufwerk schob. Ich startete den Texteditor, wählte die Funktion »Suchen« im Menü und gab die sieben Buchstaben ein, denen ich dieses Durcheinander zu verdanken hatte. Nach einigen Minuten erschien auch schon die Meldung auf dem Bildschirm: »Suchbegriff Parasit.exe gefunden« Die Bytegröße und das Datum machten die Sache eindeutig. Der mutierte Virus war von hier aus losgeschickt worden. Der Einbrecher musste für den ihn verantwortlich sein. Mit dem Einbruch wollte er dasselbe bezwecken wie ich. Es ging ihm allein um die Vernichtung von Beweismitteln. »Nur zu dämlich, dass er mich nicht einfach hat machen lassen«, dachte ich. Ich hätte die Daten ohne großes Aufsehen gelöscht und wäre vielleicht niemals auf seine Identität gekommen. Ich ärgerte mich, dass ich ihn unterschätzt hatte.

Hinter mir hörte ich ein Räuspern. Ich holte die CD wieder aus dem Laufwerk und hielt sie über meine rechte Schulter nach hinten. »Hier Marcel«, sagte ich ohne mich umzudrehen, »danach hast du doch gesucht.«

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