Die ersten Raubkopierer [...]
Softwarefirmen begannen sich bald gegen die ständig größer werdende Zahl der Raubkopierer zur Wehr zu setzen. Sie beauftragten und beauftragen noch heute Patentämter und
Rechtsanwälte, Softwarepiraten Einhalt zu gebieten. Die Vorgehensweise der Ermittler in solchen Fällen wird später in diesem Buch näher behandelt werden. Auch suchten die
Programmierer nach besseren Wegen, um die damals noch unorganisierten und einzeln agierenden Raubkopierer zu stoppen. Sie bauten mit Hilfe komplexer Programmroutinen einen
Kopierschutz in ihre Spiele ein. Damit wollten die Programmierer zumindest den gemeinen Raubkopierer daran hindern, Software zu vervielfältigen. Doch konnten sie zu dieser Zeit noch
nicht vorausahnen, daß genau diese Maßnahme eine neue Ära des organisierten Computerverbrechens einleiten sollte. Einige Softwarepiraten, die zunächst als Einzelgänger auftraten,
fingen an, hobbymäßig Software zu cracken, also den Kopierschutz zu entfernen. Nachdem sie dann ein Programm (Prog) gecrackt hatten, gaben sie das Softwareprodukt an
Raubkopierer weiter. oft waren das Leute aus dem eigenen Freundeskreis. Später bildeten sich kleinere Gruppen, die es sich zur Aufgabe machten, Software kontinuierlich zu cracken und
in Umlauf zu bringen. Die ersten Crackergruppen, die so etwas schafften, versahen das Softwareprodukt mit ihrem Gruppennamen und sorgten für flächendeckende Verbreitung. Es dauerte
nicht lange, bis sich schließlich alle Crackergruppen vereinten. Ziel dieses Bündnisses war es, eine internationale, im Untergrund operierende illegale Organisation zu bilden, die in
nur wenigen Jahren ein gigantisches Netz quer über den Globus spannen sollte. Gruppen- und Mitgliedernamen wurden in Listen festgehalten und weltweit durch Personen, die speziell für
diesen Aufgabenbereich eingeteilt waren, verteilt. Computerfreaks und Hacker aus aller Welt erkannten die Vorzüge einer Mitgliedschaft und traten den ersten Szenegruppen bei, um bei
dieser neuen illegalen Vereinigung aktiv mitzuwirken. Das weltweite Netz steckte zwar noch in den Kinderschuhen, doch das Fundament stand. Obwohl die Entstehung dieser Clique
ursprünglich den Crackern zu verdanken war, kamen nun viele andere Aufgaben auf jedes Mitglied dieses einzigartigen Kollektivs zu. Die 'Szene' war geboren.
NO COPY - DER FILM |

|
DEUTSCH |
ENGLISH |
Die Geschichte der digitalen Raubkopie mit Denis Moschitto als Sprecher |
The history of digital piracy in a short movie. With the famous german actor Denis Moschitto as speaker. |
|
|
|
|
|
|
NEU |
Jan Krömer / Evrim Sen NO COPY Die Welt der digitalen RaubkopieISBN: 3-608500-82-0 Tropen Verlag Berlin EUR 15,80

>> www.no-copy.org |
|
|
|
|