Kryptographie Die beste Art,
sich gegen unbefugten Zugriff auf die eigenen Daten zu schützen, ist die Methode der Verschlüsselung. Mit einem komplizierten mathematischen Algorithmus ist es möglich, beliebige
Daten, Texte oder Bilder mit einem Paßwort zu versehen, um sie für Fremde unlesbar zu machen. Dies ist für Nachrichtendienste und andere geheime staatliche Einrichtungen geradezu
unverzichtbar. Aber auch private Anwender sind darauf gekommen, ihre Daten zu verschlüsseln, um sie effektiver vor Fremdeingriffen zu schützen. Eine verschlüsselte Datei, deren
Paßwort unbekannt ist, sollte in der Regel nicht zu knacken sein. Dennoch gibt es Hacker, die sich durch ihre enormen mathematischen Fähigkeiten auf das Entschlüsseln derartig
codierter Nachrichten spezialisiert haben. Bislang gab es noch keine Zeichenkombination, die nicht gelöst worden wäre. Es war stets nur eine Frage der Zeit.

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Ein wahres Genie auf seinem Gebiet ist Philip R. Zimmermann, ein Ingenieur mit über zwanzig Jahren
Programmiererfahrung. Er hat sich auf Echtzeitsysteme, Kryptographie, Authentisierung und Datenaustausch spezialisiert. Seine Arbeit umfaßt Design und
Implementierung der Authentisierungssysteme für Informationsnetze, Netzdatensicherheit, Schlüsselmanagementprotokolle,
Simultanbetrieb mit Echtzeitzugriffsleitprogrammen, Betriebssysteme und lokale Netzwerke. Für internationalen Gesprächsstoff sorgte Zimmermann mit der Entwicklung eines einzigartigen
Verschlüsselungsprogramms, das mit heutigen technischen Möglichkeiten noch nicht entschlüsselt werden kann: PGP (Pretty Good Privacy).
PGP wurde ursprünglich für den privaten Benutzer entwickelt, der seine Daten vor fremdem Zugriff schützen wollte. Im EMail-Bereich sollte PGP
Anwendern ermöglichen, Nachrichten verschlüsselt zu senden. Wie alle neuen Verschlüsselungsarten wurde auch diese von den amerikanischen
Geheimdiensten auf ihre Wirksamkeit untersucht und geprüft. PGP ließ schon relativ bald sämtliche Alarmglocken schrillen, denn es stellte sich
heraus, daß Daten, die in PGP codiert werden, praktisch nicht zu knacken sind. Selbst ein Supercomputer der heutigen Zeit würde zwanzigtausend
Jahre benötigen, um eine Datei, die mit PGP codiert worden ist, zu decodieren. Die US-Regierung hat schon in vielen Fällen die Benutzung guter
kryptographischer Technologie verboten, dazu gehörte unter anderem auch Philip Zimmermanns PGP. Software dieser Art wird in Amerika wie
Kriegsmaterial gehandhabt und fällt unter das Waffenexportgesetz. Aus diesem Grunde wurde es strengstens verboten, bestimmte Versionen von
PGP aus den USA, auf welchem Wege auch immer, in ein anderes Land zu exportieren und zu benutzen. jemand, der seine EMails mit PGP codierte
und dessen Nachrichten von Geheimdiensten in den USA abgefangen wurden, hätte unter Umständen Schwierigkeiten bekommen können. Im
Grunde scheint die Devise zu gelten: Umso sicherer ein Verfahren zur Verschlüsselung, desto mehr Hindernisse prasseln auf den Autor ein.
Selbst IBM schlug für EC-Karten eine Lösung vor (DES-Verschlüsselungsverfahren), die ausgerechnet bei der US-Geheimdienstbehörde NSA (National Security Agency) auf Widerstand stieß.
Um den Fortbestand seines Unternehmens nicht zu gefährden entwickelte Philip Zimmermann auf Betreiben der US-Regierung die Version PGP 5 mit
'Key Recovery', das heißt, es gibt eine Hintertür, die einen Zugang, zum Beispiel für nachrichtendienstliche Entschlüsselung offenhält. Mit dem
Verkauf von PGP an eine Firma, die zum Teil von Regierungsaufträgen lebt, wird sich diese Entwicklung wohl fortsetzen.
PGP ist freeware, und jeder kann die Vollversion des Programms aus dem internet beziehen und zumindest noch in Europa völlig legal benutzen.
Beginnend mit der PGP-Version 2.0 erfolgte die Verbreitung der Software auch außerhalb der USA auf allgemein zugänglichen Computern, noch
bevor die USA ein generelles Verbot durchgesetzt hatten. Vor allem die Szene nutzt heutzutage PGP, wenn es um die Abwicklung illegaler
Geschäfte via EMail geht, da z.B. die Version 2.6.3 immer noch als sehr sicher gilt. Wobei niemand gewährleisten kann, daß nicht mittlerweile
auch die im Internet kursierende Version von 2.6-3 nachträglich mit einer Hintertür versehen worden ist.
NO COPY - DER FILM |

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Die Geschichte der digitalen Raubkopie mit Denis Moschitto als Sprecher |
The history of digital piracy in a short movie. With the famous german actor Denis Moschitto as speaker. |
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NEU |
Jan Krömer / Evrim Sen NO COPY Die Welt der digitalen RaubkopieISBN: 3-608500-82-0 Tropen Verlag Berlin EUR 15,80

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