Das Strafverfahren
Die finanziellen Schäden, die Scenern vor Gericht vorgeworfen werden, können astronomisch hoch sein. Würde die Klägerpartei auf einen richterlichen
Beschluss bestehen, müsste der Angeklagte theoretisch mit einer Freiheitsstrafe rechnen. Doch eine Freiheitsstrafe würde dem Straftäter kein Bußgeld abverlangen und liegt somit nicht im Interesse
des Softwareunternehmens. Abgesehen davon sind die Umstände oft äußerst kompliziert, so dass Klagen dieser Art nicht immer durchgesetzt werden können. Die Parteien einigen sich oft auf eine
Summe, die der Angeklagte tragen kann, in manchen Fällen bis zu 8.000 Mark, und damit ist die Angelegenheit für alle erledigt. Der Beschuldigte ist noch einmal mit dem Schrecken davongekommen,
das Softwareunternehmen samt ihres gesetzlichen Vertreters hat ihr Geld, und alle sind glücklich und zufrieden.
Viele Neueinsteiger in der Scene haben den Fehler gemacht, sich einen zu
schnellen Einstieg zu in die Scene zu versprechen. Unvorsichtige Frischlinge, die sich einen Namen machen wollten, wurden schon erwischt und verhaftet, bevor auch nur einer ihren Namen
aussprechen konnte. Die Scene arbeitet heute nach strengen Regeln. Die illegale Scene ist keine Spielwiese, sondern eine strukturierte und gut organisierte Vereinigung. Ihre Hierarchien und
Tarnmechanismen haben Ähnlichkeit mit denen von kriminellen Organisationen. |